Wasser Shooting oder warum gehe ich zu Workshops?

Weeks Photo Art

Wieso gehe ich (noch) zu Workshops? Man lernt da immer neue, interessante Leute kennen und die haben zum Teil spektakuläre Ideen. Das andere ist die Zeitnot. Wenn ich selber ein Model suche und bis dieses dann zu einem bestimmten Termin, in ein von mir zuerst noch zu buchendes Fotostudio steht, Verträge geschrieben sind etc. etc. braucht es Geduld, gefühlte 1000 eMails und Zeit. Wie einfach ist es da, sich schnell bei einem Workshop anzumelden. Für die guten Fotos bin ja sowieso ich zuständig. Und wenn einem das Model noch zusagt, warum nicht.

Es gibt Workshops für Fotografen wie Sand am Meer. Da fällt es einem zum Teil schwer sich in dieser Vielfalt den richtigen Kurs heraus zu suchen. Wichtig für mich ist, dass nicht mehr als 5 bis 6 Fotografen für ein Model vorgesehen sind und das man davon ausgehen kann, dass eine gewisse Disziplin herrscht. Jeder sollte sein Ding machen können und es soll nicht in ein Rudelshooting ausarten. Das ist für’s Model und auch für den Fotografen nicht angenehm, wenn nebenbei noch drei Knipser gleichzeitig ihren Verschluss an der Kammer auslösen.

Bei Reto Heiz habe ich unlängst den zweiten Workshop besucht. Seine Workshops sind im Bereich Akt und sind eher für solche Fotografen, die ihre Kamera kennen und auch schon Wissen, wie mit dem Model um zu gehen ist. Das bedeutet aber nicht, das sogenannte Anfänger nicht willkommen sind.

Es sind keine Workshop, wo der Fotograf fertige Set’s vorfindet und er nur noch abdrücken darf. Und das ist das, was mir gefällt. Man kann die Sets mitbestimmen und die werden dann auch gemeinsam aufgebaut (sofern es was zum Aufbauen gibt). Auch muss man sich selber um die Lichteinstellungen kümmern. Hier lernt man auf eigen Füssen zu stehen. Reto steht aber immer zur Verfügung, sollte doch mal seinen fachlichen Rat gefragt sein. Die Stimmung am Kurs ist immer locker und Christa, seine Partnerin, trägt mit ihren Sprüchen und den feinen Sandwiches aktiv dazu bei. Und bevor hier irgend welche Gerüchte anfangen zu kursieren, nein, ich wurde von Reto nicht bestochen diesen Blogeintrag zu schreiben 🙂 .

Bei diesem Workshop gingen wir an das Ufer des Obersees (Zürichsee) und stellten das Model kurzum ins Wasser. Sie hatte Glück 🙂 , die Sonne schien, die Lufttemperatur kratzte schon an der 28 Grad Marke  und das Wasser war angenehm warm. Die nächsten zwei Stunden wurden also im erfrischenden Nass geshootet.

Das obenstehende making of Bild zeigt mich im vermeintlich vollem Einsatz, der sich schlussendlich gelohnt hat, oder?

Wiederholung solcher Shootings werde meinerseits nicht ausgeschlossen .

Model: Guenuche
Assistent, Beverage & Food: Christa Wäckerli
Chef on Set: Reto Heiz
Photographer: Me

2 Gedanken zu „Wasser Shooting oder warum gehe ich zu Workshops?“

  1. Hallo, das ist ein sehr guter Gedanke: „Wenn ich selber ein Model suche und bis dieses dann zu einem bestimmten Termin, in ein von mir zuerst noch zu buchendes Fotostudio steht, Verträge geschrieben sind etc. etc. braucht es Geduld, gefühlte 1000 eMails und Zeit. Wie einfach ist es da, sich schnell bei einem Workshop anzumelden. “ Models sind in der Regel nicht besonders zuverlässig (beziehungsweise entschlussfreudig). Deshalb spart man sich viel Zeit, wenn man sich einfach direkt bei einem Workshop anmeldet. Beste Grüße aus Hannover und herzlichen Glückwunsch zu deinem sehr erfolgreichen Fotoblog, Jens

    1. Hallo Jens
      Danke für deinen Kommentar. Eigentlich kann ich mich mit der Zuverlässigkeit von Models, die eine Gage beziehen, nicht klagen. Wenn, dann sind es eher TFP Shootings. Mein Tipp hier, informiert euch über die Models und denkt daran, es soll freiwillig sein. Wenn sie bei einer Anfrage nicht zusagt, nehmt es locker. Das einzige was nervig ist, sind kurzfristige Absagen wen man noch ein Studio gemietet hat. Mietkosten werden dann trotzdem fällig. Aber das habe ich, Gott sei Dank, noch nicht erlebt. 🙂

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